Die Auswirkungen des Fleischkonsums auf Menschen in den sog. Entwicklungsländern

Veröffentlicht 4. August 2019

Fakt des Tages: Fleischkonsum schadet nicht nur Klima und Gesundheit, sondern auch Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern.

Fleisch ist der größte Lebensmittelverschwender auf unserem Planeten. Wir verwenden 70 % der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen für die Produktion tierischer Lebensmittel. Um 1 Kalorie Fleisch zu erzeugen, werden je nach Fleischsorte 5 – 20 Kalorien Futtermittel benötigt. Forscher haben einmal errechnet, dass, wenn wir weniger Fleisch essen und die Ackerböden direkt für den Nahrungsmittelanbau für Menschen verwenden, wir 12 Milliarden Menschen auf diesem Planeten ernähren können.

Der Anbau der Futtermittel erfolgt hauptsächlich in Lateinamerika. Dort wird hektarweise Regenwald abgeholzt und die Menschen werden oft mit Waffengewalt von ihrem Land vertrieben. Der Anbau erfolgt in riesigen Monokulturen unter massenhafter Verwendung von Düngemitteln, Pestiziden und Gentechnik. Viele Menschen vor Ort leiden unter zahlreichen Krankheiten wie Atemwegsbeschwerden und Krebserkrankungen. Kinder werden mit Missbildungen geboren.

Quelle: www.greenpeace.de

Und damit nicht genug. In Deutschland essen wir nur bestimmte Teile des Tieres, z.B. beim Huhn Brust und Keule. Der Rest – in unseren Augen Minderwertiges und Abfall – wird billig in Entwicklungsländer exportiert. Dort zerstört es die lokalen Märkte und führt zu noch mehr Armut.

Entwicklungsländer werden dieser Politik keinen Einhalt gebieten können. Doch wir können es. Durch ein verändertes Konsumverhalten und durch Einwirkung auf Politik, Entscheidungsträger und die öffentliche Meinung.